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In diesem Zusammenhang ist von
grundsätzlicher Bedeutung, dass sich Eltern bewusst sind, dass die
eigentliche Hauptaufgabe der Erziehung nach wie vor bei ihnen liegt.
Eltern legen durch eine umsichtige und vernünftige, durch Liebe und
Zuwendung, aber auch Grenzen geprägte Erziehung den Grundstein für einen
erfolgreichen Weg durch das Bildungssystem. Defizite in der häuslichen
Erziehung können die Bildungsinstitutionen nur unzureichend oder gar
nicht ausgleichen. 'Laissez-faire', ständiges Nachgeben,
egozentrisches Verhalten sowie eine falsch verstandene 'grenzenlose'
Erziehung sind ebenso schlechte Ratgeber wie überzogener Medienkonsum.
Kinder sind nicht von Natur aus unkonzentriert und 'zappelig'. Die
immer häufiger auftretenden logopädischen und motorischen Probleme von
SchulanfängerInnen können ihre Ursachen auch in fehlender ‚häuslicher’
Bewegung und Kommunikation haben.
Auf
jeden Fall sollte der Medienkonsum von Kindern durch Eltern
eingeschränkt und die Auswahl der Sendungen mitbestimmt werden.
Ein nach wie vor sehr wichtiger
Grundsatz von Erziehung ist darüber hinaus, Kindern vernünftige,
überschaubare Grenzen zu setzen und diese dann möglichst konsequent
einzuhalten. Weiterhin sollten Kinder in der Lage sein, geduldig
zuhören zu können und nicht durch Zwischenrufe die Kommunikation anderer
zu unterbrechen.
Es
hilft Kindern nur vordergründig, wenn Eltern, ErzieherInnen und
LehrerInnen ihnen alle möglichen Schwierigkeiten aus dem Weg räumen.
Sie lernen auf diese Weise
nicht, schwierigere Situationen eigenständig zu meistern und sich
'durchzubeißen'. Dies sind jedoch Fähigkeiten, die Kinder als
zukünftige Erwachsene beim Eintritt in die Berufswelt spätestens
erworben haben sollten. Stärken Sie also die Selbstständigkeit Ihres
Kindes und vermeiden Sie überzogene Verwöhnung. Dennoch wird es
individuell immer wieder Probleme geben, die ein Kind nicht selbst
lösen kann. In den ErzieherInnen der Kindergärten findet man dann
kompetente AnsprechpartnerInnen.
In Hinsicht auf die Schulfähigkeit ist
es grundsätzlich empfehlenswert, dass Eltern mit den ErzieherInnen in
Kontakt treten und frühzeitig vor Eintritt in die Schule über den
Entwicklungsstand und mögliche Probleme ihres Kindes sprechen. Diese
können z.B. im sprachlichen Bereich liegen und eine logopädische
Behandlung erfordern. Auch Verhaltensprobleme und motorische
Schwierigkeiten sollten man mit den ErzieherInnen erörtern und gemeinsam
nach Lösungsmöglichkeiten suchen.
Bedenken Sie bitte: Den ersten und wichtigsten Grundstein für ein
erfolgreiches Bildungs- und Berufsleben Ihres Kindes legen Sie als
Eltern.
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